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Vom Regen in die Traufe?

Das Jahr fing ja schon gut an. Wie ich in meinem letzten Blogpost erwähnt habe, wurden bei mir Geschwüre in der Gebärmutter gefunden und ich musste nach Frankfurt ins Krankenhaus, zu einem Vorgespräch für die Op.

Auch wenn die Ärztin sehr nett war und versuchte mich positiv zu stimmen, gelang es ihr nur bedingt. Denn ein Auspruch wie: " Oh, das ist ja viel größer als gedacht!" oder "Da sie ja noch einen Kinderwunsch haben, versuchen wir die Gebärmutter zu erhalten.", sind da nicht gerade sehr aufbauend. Fakt 1. Die Größe des "Etwas" beträgt knapp 7 cm und ist damit so groß wie die Gebärmutter selbst ... Es MUSS also unbedingt raus, was nicht einfach wird. Vermutlich hat sich deswegen auch der Kinderwunsch noch nicht geklappt.

Fakt 2. Hätte ich keinen Kinderwunsch, oder wäre ich wesentlich älter (Menopause etc.) würde man die Gebärmutter einfach kompl. entfernen. "Ähnlich" der Gallenblase. Für eine Frau, natürlich nicht das selbe, denn es ist immernoch ein wichtiger Teil unserer Weiblichkeit.


Fakt 3. Aufgrund der Tatsache, dass dieses "Etwas" in relativ kurzer Zeit so schnell gewachsen ist, besteht immer noch die Möglichkeit, das es bösartig sein kann.

Fakt 4. Und das macht mir am meisten Angst. WIE es ausgeht bzw. ausgegangen ist, erfahre ich ERST, wenn ich aus der Narkose aufwache. Darüber will ich bis dahin am liebsten garnicht nachdenken.

Dinge die mich noch beschäftigen im Bezug auf das KH: Ich bekomme "profilaktisch" Antibiotika. Das heisst, die killen auch meine wenigen "guten" Darmbakterien, welche ich mir in den vergangen Wochen/Monaten nun endlich wieder aufgebaut habe und wenn ich Pech habe, verstärkt es einen CU-Schub und ich steh wieder am Anfang.

Auch habe ich mir nun eine tragbare Kühltasche gekauft, welche ich mit den paar Lebensmitteln füllen werde, welche ich mit ins Krankenhaus nehmen muss. Den dort ist das Wort "rein pflanzenbasierte Vollwertkost" - ein Fremdwort und ich glaube da werden sie arge Probleme mit haben. Und da ich nicht verhungern möchte, muss ich vorab selbst für meine Verpflegung sorgen. - Wie immer eigentlich.-


Außerdem, wie werde ich das mit den Drainageschläuchen, welche dann aus meinem Bauch hängen zurecht kommen, wenn ich "schnell" aufs Klo muss? Und was mach ich, wenn da noch 2 im Zimmer sind, die das Bad blockieren? Alles Dinge die mich vorab leider, auch unterbewusst, beschäftigen. Positiv finde ich jedoch, das mich die Chefärztin operieren wird und der Chefanästhesist ihr bei meiner OP zur Seite steht. Auf der anderen Seite versuche ich also auch positiv zu denken und für alle die "schlimmen" Fälle ebenso positive Gedanken zu formen - mehr nicht (kein "Weitergrübeln"): " Egal wie es ausgeht, ich schaffe auch das und mache somit das Beste daraus!"

Vorab sich da einen großen Kopf zu machen, bringt mir nichts. Also warte ich nun einfach ab. Auch wenn "warten", etwas ist, was ich nicht mag. Das muss ich eben für mich so annehmen und lernen, damit in Ruhe umzugehen. Es gibt Dinge im Leben, die habe ich nicht in der Hand - die (müssen) passieren.


In 2 Wochen wissen wir also mehr! Liebe Grüße



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