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Die letzten 2 Wochen war es hier etwas ruhiger, dafĂŒr war ich im Leben etwas aktiver, wenn auch nicht unbedingt gewollt.

Fangen wir mit dem Guten an. 😉

Letztes Wochenende waren mein Liebster und ich bei meinen Eltern. Dort wird aktuell ein kleines GartenhÀuschen gebaut und wir haben versprochen zu helfen. Leider ging das wÀhrend der Coronazeit nicht und da mein MÀnne nun aber Urlaub hat und die Sperren aufgehoben wurden, gings ab nach Bayern zu meinen Eltern.

Eigentlich hatte er ja die ganze Zeit Regen gemeldet, aber zum GlĂŒck erwischte es uns nur am Freitag und am Sonntag bei der Heimreise. Den Samstag ĂŒber haben wir gemeinsam fleißig den Schotter fĂŒr die Bodenplatte geschaufelt, gekarrt und gekoffert.

Zuvor war dort eine Baumgruppe, aber wegen des letzten großen Sturms und ĂŒber den Winter ( ja, dort gibts noch Schnee) sind viele der ĂŒber 40 Jahre alten BaumbestĂ€nde umgeknickt oder so stark beschĂ€digt worden, dass man sie fĂ€llen musste.  Somit gibts den passenden Bauplatz und auch gleich mehr Brennholz fĂŒr den Winter. Da meine Eltern mit einen Grundofen heizen ist das ganz praktisch, wenn man eh schon im Wald wohnt und sich selbst etwas Holz schlagen kann.

Vom Gartenhaus aus hat man dann diesen schönen grĂŒnen Ausblick! Ach ich freu mich schon, wenn es dann mal fertig ist. Genau so etwas wĂŒnsche ich mir fĂŒr uns auch einmal!

Weiter unten befindet sich der GemĂŒsegarten  – schön natĂŒrlich, eingebettet in die Umgebung. Ich bin unheimlich stolz auf meine Eltern, und vorallem meine Mum, dass sie mit einer 50 – 60 Stundenwoche und einem wirklich anstrengenden und wichtigen Arbeitsposten sich noch Zeit fĂŒr ihren Garten nehmen kann. Sie freut sich auch schon sehr auf die Zeit im Alter, wenn sie sich dem tĂ€glich widmen wird.

Sieht das nicht lecker aus?! FĂŒr einen Salatfan wie mich ein TrĂ€umchen.

Nun kommen wir noch zu einer eher unangenehmen Geschichte und das gehört leider bei mir auch dazu.

Vor nun rund 3 Wochen bekam ich immer stĂ€rker werdende Schmerzen im Unterbauch und die “Badbesuche” taten schrecklich weh.

Letzten Montag entschloss ich mich dann schweren Herzens morgens mit meinem Mann in die Notaufnahme zu fahren. Ich war dort die erste gegen 7 Uhr und musst dennoch bis 10 Uhr warten, bis sich mal eine Ärztin von der Inneren Zeit fĂŒr mich nahm
 Wirklich jeder, der nach mir den Warteraum betrat kam noch vor mir dran
 Die Ärztin war schon etwas genervt und drĂŒckte nur etwas oberflĂ€chlich auf meinem Bauch rum. Ihr “Fazit”: “So ich ruf jetzt in der Gastro an ob sie da noch dran kommen, sonst nehm ich sie halt oben in der Inneren auf”. Ich bekam zum GlĂŒck noch einen Termin und watschelte dann samt Koffer ( ich ging da noch davon aus, dass ich Übernacht dort bleiben mĂŒsste) zur Gastrologischen Abteilung. Dort war ich schonmal vor 5 Jahren und war mĂ€ĂŸig begeistert. Ich wartete nochmal ĂŒber eine Stunde und kam dann zu einem Arzt den ich dort noch nicht gesehen hatte. Dieser klang zum erstmal kompetenter als die ich bis dato kannte und nach der Schilderung und einer Untersuchung stand fest – ” ein tiefer Riss in der Darmwand im Endbereich” auch Fissur genannt. Dies kommt öfter mal bei Frauen und Kindern mit schweren EntzĂŒndungen vor und ist bei meinem Krankheitsbild nicht selten. Na super
 zum GlĂŒck hatte ich sowas bis jetzt noch nicht und ich brauch es auch nie wieder. Das viele Blut kommt auch daher und es mĂŒsse nun von alleine heilen, man wĂŒrde da nicht zusĂ€tzlich operieren, anders als bei z.B. HĂ€morrhoiden welche operativ abgebunden oder entfernt werden.  Somit gab es ein Rezept fĂŒr eine Lidocainsalbe zur Schmerzlinderung (natĂŒrlich muss man das selbst bezahlen) und dem Rat “ballaststoffreich zu essen” (was ich eh schon mache). Es wĂŒrde MEHRERE Wochen dauern bis es ausgeheilt wĂ€re und ich mĂŒsste da leider nun durch. Was sich aber als extrem schmerzhaft erweist. Jeder Badbesuch ist wie als wĂŒrde jemand einem ein Messer von unten in den Bauch rammen und man möchte eigentlich garnichts essen um ja nicht auf die Toilette zu mĂŒssen. Man weint, schreit und schlĂ€gt schonmal das arme SchrĂ€nkchen neben sich vor Schmerz
 Selbst die Colitis verursacht nicht solche Schmerzen (bis auf die BauchspeicheldrĂŒsenentzĂŒndung..). Nach dem Badbesuch werden die Schmerzen weniger und sind innerhalb von 20 – 30 Minuten fast weg. Es bleibt ein unangenehmer dumpfer Schmerz beim Sitzen oder auf dem RĂŒckenliegen zurĂŒck, wie ein Steinchen im Schuh.

Ich hoffe wirklich ich hab das bald ĂŒberstanden


Zudem hat mir der Herr Doktor aufgetragen, ich solle doch bitte umgehend das Cortison absetzen und zwar zĂŒgig. Die Langzeitfolgen vom Cortison wĂ€ren sonst verheerend ( was ich ja bereits weis und ich versuch ja bereits abzusetzen). Er war entsetzt darĂŒber, dass ich es nun schon fast 2 Jahre lang nehme und ich mir die Rezepte von meinem Hausarzt hole.  Ich habe ein 4 Wochen Schema erhalten und danach einen Termin zur Kontrolle, sowie einer Darmspiegelung in 3 Monaten. Alle 2 Wochen soll ich nun um  2,5 mg runter. Somit bin ich nun bei 5mg und in einer Woche dann auf 2,5mg und dann hoffentlich ganz weg davon
 so der Plan. Die Reduzierung auf 5mg von 7,5mg haben bei mir nun schon einen leichten Schub ausgelöst und ich hoffe das fĂ€ngt sich die Tage wieder. Nun esse ich ab 16 Uhr nichts mehr, um vor dem Schlafen gehen – das Liegen löst eine erhöhte DarmaktivitĂ€t bei mir aus – “verdaut” zu haben, um Nachts nicht mehr so oft ins Bad laufen zu mĂŒssen. Denn mehr Badbesuche bedeuten –  mehr Schmerzen und somit eine verringerte Wundheilung der Fissur.  Das braucht echt keiner.

Na mal sehen was das noch wird.

Als wir bei meinen Eltern waren, hatte ich mich schon so auf die Mama-GemĂŒselasagne gefreut, aber selbst die habe ich nicht vertagen und mein Bauch quĂ€lte mich, ich schlief verdammt schlecht und musst so oft das Bad aufsuchen. *seufz* Auch das ist hoffentlich bald mal zu Ende


Auch bekam ich – vermutlich durch einen eingeklemmten Nerv nachts beim Schlafen – Schmerzen im rechten Ellenbogen und ich konnte ihn weder strecken, noch richtig beugen und alles ĂŒber Schulterhöhe konnte ich vor Schmerzen nicht erreichen, selbst auch nur einen Teller zu heben tat weh. Ich konnte nichtmal fĂŒr eine Weile an den PC, da die “Maushand” rechts ist
 Und das genau ĂŒber das Wochenende als wir zu meinen Eltern gefahren sind. Ich schaufelte somit mit dem Gewicht auf dem linken Arm und dem Heben aus dem RĂŒcken, soll man nicht ich weis
 Schubkarre entladen ging garnicht.

Doch auch das gab sich dann ab Sonntagabend wieder und so gern ich in der Girnitz und vor allem bei meinen Eltern bin – ich war so verdammt froh wieder zuhause zu sein und ich schlief die Nacht danach sogar fast komplett durch!

Das waren wirklich anstrengende Wochen, körperlich wie psychisch, denn ich hatte einfach keine Lust mehr auf den ganzen Mist. Und ich fragte mich: Kann nicht endlich mal Schluss sein mit dem ganzen Mist? Kann ich nicht endlich mal “normal” leben? Ohne Schmerzen?!

Zudem kam noch eine Differenz mit einer “Freundin” hinzu worauf ich hier aber nicht weiter ins Detail eingehen möchte. Es brachte mich eher dazu darĂŒber nachzudenken, wie ich fĂŒr mich Freundschaft deffiniere und was ich mir dabei fĂŒr mich wĂŒnsche. Ich darf es mir durchaus auch wert sein mit Respekt und Höflichkeit behandelt zu werden und gerade als Freundin ist man nicht irgendwer fĂŒr einander. Hierzu aber spĂ€ter etwas mehr. Nicht als “auskotzen” sondern ein Beitrag ĂŒber eine positive Freundschaft, so wie ich sie mir vorstelle bzw. wĂŒnsche, so wie ich sie jedem wĂŒnsche.

Tja, soviel zu mir.

Nebenbei laufen noch ein paar andere Themen, aber das ist alles noch nicht spruchreif. 🙂

Ich wĂŒnsche euch ein schönes Wochenende und bleibt selbst schön gesund!

Achja, ich wĂŒnsche mir ganz viel Regen hier bei uns, denn leider knallt hier nur die Sonne erbarmungslos runter und wir haben schon wieder 30 Grad
 *uff* dafĂŒr bin ich einfach nicht gemacht.


Liebe GrĂŒĂŸe

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