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Rot Kreuz Krankenhaus FFM

Letzte Woche war es nun soweit und ich musst (wieder) ins Krankenhaus. Dieses mal ging es aber nicht wie üblich nach Gelnhausen, sondern auf Empfehlung meiner Gyn direkt nach Frankfurt ins Rot-Kreuz-Krankenhaus.


Eine gute Entscheidung!


Allg. war das Krankenhaus und der Aufenthalt, sowie die Organisation und die Schwestern/Pfleger alles sehr gut und ich würde so gesehen auch wieder dort hin gehen - beim nächsten mal (was hoffentlich noch laaange Zeit nicht nötig ist).


1. Tag:

Ankunft, Coronatest und ab auf die Station. Dort wollten sie mich erst in ein 4. Bett-Zimmer packen, aber da habe ich freundlicherweise darauf hingewiesen, dass das mit meinem CU und den damit verbundenen häufigen (spontanen) Badbesuchen, vorwiegend nachts, eine nicht so gute Idee wäre. Und prompt wurde umdisponiert und sie war froh, das ich das angemerkt habe (sonst haben sie ja mehr Probleme als ich ;) ).

Somit kam ich in ein helles freundliches 2.Bett-Zimmer zum Innenhof und hatte in den Tagen eine sehr liebe und nette (etwas ältere) Bettnachbarin, mit der ich mich gut verstand.


Kaum 2 Stunden nach der Ankunft, ich hatte mich bereits in meinen "luftigen" Op-Kittel gekleidet, wurde ich auch schon abgeholt.

Es war nicht so ein prägendes Erlebnis wie an dem Tag, an dem ich die Kürretage (2013, im St. Josefs KH), sondern eher ruhiger und der OP-Bereich war "freundlicher".

Sie setzen den Zugang auf meinen Wunsch hin vorne rechts auf den Handrücken. Leider saß der nicht so gut und das Narkosemittel verursachte starke Schmerzen/Brennen im Unterarm.

Schon machte es - schwups- und ich war weg.


Als ich erwachte lag ich im Aufwachraum, aber ich war soooo hundemüde, das ich da nicht mehr viel mit bekam an diesem Tag. Auch den Wechsel auf das Zimmer habe ich verschlafen.


Dort angekommen, und etwas wacher, besuchte mich kurz meine Ärztin und fragte wie es mir ginge - "Einfach nur müde." waren meist meine Antworten an diesem Tag.

"Gute Neuigkeiten. Die Gebärmutter ist noch drin und die Myome + Zysten wurden entfernt. Ebenso Endometrioseherde."

Einerseits super! Da ich evtl. doch noch Kinder haben kann, ABER unter Vorbehalt, da die "neue Sache" mit der Endo, da auch ein Wörtchen mitreden könnte. *seufz*


Als ich wirklich mal wach war, begutachtete ich meinen Bauch. Einige Pflaster, links aus dem Bauch lief der Drainageschlauch mit Beutel und rechts am Arm hing der Tropf mit Flüssigkeit und Schmerzmittel.



Nun gut, das bekommen wir schon hin! Dank der Schmerzmittel hat man eh kaum was gespührt.


Die Küchenfee kam (eine echt liebe Frau und eine langjährige "Freundin" meiner Bettnachbarin, was ein Zufall!) und beratschlagte sich mit mir über meinen Essensplan. Sie gab sich wirklich Mühe und veranlasste immer ein relativ annehmbare Mittagsgerichte. Für morgens und abends gab es nur je 2 Brotscheiben (die Aufstriche hatte ich mir mittels Kühltasche selbst mitgebracht) und einmal gab es abends noch eingelegtes Gemüse - das war lecker und ich habe es mir nun auch für Zuhause geholt.


Doch an diesem ersten Tag, durfte ich nach der Narkose noch nichts essen...

Leider auch nicht am Abend (was vermutlich sinnvoll gewesen wäre), somit war mir den ganzen Tag über schummrig und ich durfte nur in Begleitung zum Bad, bis sie kurz vor der Nacht meinten, nun dürfe ich auch selbst laufen.

Tjaaa Pustekuchen.


Es war mitten in der Nacht, als ich im Bad bemerkte, das mir extrem schwindelig wird und ich wusste: "Das kennst du, jetzt wirst du gleich ohnmächtig.." Somit zog ich schnell an der Schwesternklingel, legte mich draußen vor die Badtüre und gab meiner Bettnachbarin bescheid sie solle jemanden holen, ich würde gleich ohnmächtig werden.


Rückenlage, Beine anwinkeln - und schon kamen die Schwestern gerannt. Zu dritt hieften sie mich hoch auf einen Stuhl... (das kam mir erst hinter her ins Gedächtnis) Warum? Wenn jemand droht das Bewusstsein zu verlieren, dann lernt man doch, dass man ihn ruhig auf dem Boden lagern sollte - Füße hoch oder in die stabile Seitenlage legen sollte.... Warum auf den Stuhl hochziehen?

Nunja, jedenfalls wurde es dann einfach Schwarz... und ich erinnere mich an nichts mehr, ausser das ich dann irgendwann einige Zeit später in meinem Krankenbett aufwachte, mit einem neuen Tropf, dem Oberkörper HOCHGELAGERT und einer Schwester an meiner Seite.

2x sei ich ihnen kollabiert.

Ich hatte mir dieses Mal zum Glück nicht in die Hosen gepinkelt wie sonst, wenn ich umfalle. Auch hatte ich keinen Krampfanfall (auch zum Glück). Aber wie sonst auch kalten Schweiß auf der Stirn und wieder eine Müdigkeit zum davon laufen.

Nach einem weiteren Tropf - keine Ahnung was drin war, bin ich irgendwann eingeschlafen.

2. Tag:


An diesem Tag hatte ich furchtbaren Muskelkater(Schmerzen) in beiden Beinen und mein rechter Arm tat weh. Vom Bauch spürte ich nichts, bis auf ein leichtes Drücken/Ziepen an den Nähten und dem Schlauch.


Da durfte ich zum ersten Mal ein Stück Brot frühstücken. Das tat gut!


Den Tag über versuchte ich meist zu schlafen und dazwischen ein paar Schritte zu gehen. Die Drainage wurde geleert und ich bekam auch mein erstes Mittagessen.


Salzkartoffeln mit Gemüse (leider Rosenkohl, das durfte ich wegen der Blähungen nicht essen).


Am Nachmittag kämpfte ich noch sehr mit meiner Luft im Bauch, da bei der Op der Bauchraum zum besseren Einblick mit viel Luft aufgebläht wird. Diese muss sich nun ihren Weg suchen und sollte mich am nächsten Tag noch sehr quälen...


Abends wieder Brot mit Aufstrich.


Die Nacht verlief dann auch wieder nicht so toll, da die Luft nun auf meine Lunge drückte und mir mit stechenden Schmerzen das Atmen erschwerte.

Zudem meldete sich meine CU und ich lief mind. 7x in dieser Nacht ins Bad.


3. Tag:


Ich gab bereits früh morgens der Schwester bescheid sie möge bitte der Ärztin sagen, ich könne nicht richtig atmen und habe Schmerzen dabei.


Frühstück - Brot mit Aufstrich.


Bei der Visite wurde mir dann erklärt das es sich dabei um die Luft von der OP handeln würde und diese würde mit der Zeit weggehen. Ich sollte öfter aufstehen und mich bewegen und trinken, trinken, trinken.

Ich sagte ihr, das ich bereits seit verganener Nacht ständig am laufen bin - an der Bewegung sollte es also nicht liegen.


Das war übrigens der Standartsatz den ich zu hören bekam: "Sie müssen laufen und trinken Sie!"


Mittags bekam ich dann statt Kartoffeln, Reis. Zuvor hatte ich bei der Küchenfee die wieder den Menüplan vorbeibrachte, angemerkt, dass Rosenkohl nicht gut wäre, da ich ja keine blähenden Nahrungsmittel essen sollte. Nun, sie gab das weiter und ich bekam folgendes.



*grinst* Genau, Rosenkohl und Mais.


Tja nun hab ich einfach den Rosenkohl beiseite geschoben und hauptsächlich den Reis gegessen, was wirklich lecker gewürzt war und gar nicht fade schmeckte. Das gab auch später ein Lob an die Küchenfee - sie bemühte sich wirklich.


Die Beschwerden blieben und wurden zur Nacht hin leichter.

Auch wurden die Pflaster entfernt und die Nähte kontrolliert. Soweit alles im grünen Bereich.


Nach dem "Abendbrot", war ich dann zum ersten Mal so richtig wach und konnte kaum einschlafen.


In der ganzen Zeit vor dem Krankenhaus habe ich mir überlegt, was ich alles mitnehmen sollte und ich hätte ja soviel Zeit dort um zu lesen etc. Auch Filme habe ich mir aufs Tablet geladen und mitgenommen.




Und was war am Ende? Ich hab KEIN Buch weiter gelesen und auch nur 2 der Filme gesehen. *lacht*

Es ist irgendwie unkomplizierter, wenn man per Notaufnahme/Krankenwagen auf der Station für ein paar Tage landet und nur einen Rucksack mit ein paar Sachen dabei hat.


4. Tag:


Frühstück - Brot mit Auftrich


An diesem Tag fiel es mir schon leichter zu gehen (trotz Muskelkater), ich fühlte mich noch recht schwach auf den Beinen, aber ich konnte mir schon selbst Tee aus der Stationsküche holen.


Bei der Visite wurde die Drainage nun entfernt. "Schauen Sie bitte Richtung Fenster!" Es war zwar unangenehm und ich hatte es mir viel schlimmer vorgestellt, aber es war gut auszuhalten. Und WAS für ein Schlauch da drin war.... Wahnsinn! Soooooo lang war das Stück im Bauch.

Es kam ein Kompressionsverband drauf und konnte nun ruhen.


Danach ging es mit dem Bauch und dem Badbesuchen einfacher und leichter.


Ab dem 4. Tag hatte ich auch keinen blauen Urin mehr (von dem Kontrastmittel und der Narkose), aber immer noch viel Blut darin. Was laut Ärztin "normal" sei und mit den Tagen vergehen würde. Trotzdem ein mulmiges Gefühl.


Die Cu verlief derweil wie erwartet munter vor sich hin. So bis zu 10 Klogängen waren da täglich locker drin. Aber aufgrund der Antibiotikagabe während der OP, war das wie gesagt zu erwarten.


Mittags gabs wieder Kartoffeln (dieses Mal ohne Rosenkohl) und abends Brot.


Die Nacht war ok, auch wenn ich nicht wirklich müde war.


5. Tag:


Es gab noch morgens Brot mit Aufstrich und dann kam auch schon die Abschlussvisite und fragten wie es mir ginge und ob alles in Ordnung sei.

Da hatten sei bereits den Entlassungsbericht dabei, in welchem stand, sie würden mich "beschwerdenfrei" entlassen....

Die ganzen "Beschwerden" die ich aber noch postoperativ hatte oder die CU-Verschlechterung etc. wurden natürlich alle nicht erwähnt. *seufz* Den Brief habe ich natürlich nicht gleich vor den Ärzten ausgepackt sondern zuhause gelesen... was ich hätte früher tun sollen, aber gut.


Somit wurde ich vormittags schon entlassen und wurde abgeholt. Darauf hin ging es erstmal gleich (langsam natürlich) zum einkaufen in den Biomarkt (GESUNDES FRISCHES ESSEN !!! OH WIE WUNDERVOLL!!) und es gab das erste Mal wieder SALAT zum Mittag!!! *ach seufz.... das ist so herrlich und tat sooo gut*




Nach dem ich Freitags also endlich zuhause ankam. Durfte ich langsam machen und sollte mich nicht zu sehr anstrengen.

Den Muskelkater in den Beinen und (auch im Arm rechts) spüre ich noch immer. Mein Mann meinte es wäre der Muskelschwund vom langen Liegen.


Samstag ging dann relativ gut soweit und ich dachte ich wäre nun langsam über den Berg und auf dem langen Weg zur Besserung (was die OP, betrifft). Auch das eigene Bad tat meiner CU merklich besser, wenn auch sie noch lange brauchen wird, bis ich da wieder in einen (für mich) normaleren Rhythmus finde.


Sonntag morgen begann es jedoch dann wieder seltsam zu werden. In der Nacht hatte ich bereits stärker Beinschmerzen und morgens waren meine beiden Füße stark angeschwollen (ähnlich der Wassereinlagerungen im Sommer bei Cortisoneinnahme).

Doch ich nahm nun im Moment keine Medis und heiß war es auch nicht.



Ja sie waren bis spät nachts dann so dick wie Elefantenfüße und tat höllisch weh, als würden sie gleich platzen. Auch hatte ich seit dem Krankenhaus extrem trockene Haut und musste ständig cremen.


Wir wussten uns keinen Rat und es war ja auch im Moment nicht so lebensbedrohlich, dass man die 112 hätte rufen müssen. Aber was, wenn irgend ein Gefäß für den Abtransport der Lymphe verstopft wäre?


Also habe ich beim ärztlichen Bereitschaftsdienst angerufen, dieser meinte, das sei sehr seltsam (da beidseits) und ich solle doch bitte umgehend zu dem Krankenhaus fahren in dem ich operiert wurde, die sollten das dort abklären, er (oder auch der Hausarzt) könne mir da kaum weiterhelfen. Evlt. müsste man da ein MRT machen zur Abklärung.


Somit rief ich (vorsichtshalber vorher) um 0.30 Uhr in meinem Krankenhaus an und man teilte mir mit, dass leider keiner der Gyn-Ärzte nachts auf Station wäre und ich diese erst ab 8 Uhr erreichen würde. Ich solle doch bitte die Beine hochlagern und bei Atembeschwerden den Notarzt anrufen.


Was eine Nacht. Mittlerweile war es 1 Uhr morgens. Durch das stundenlange liegen mit hochgelagerten Beinen ging die Schwellung einigermaßen zurück, aber ich kam immer nur noch schwer in meinen Schuh.


Somit habe ich heute morgen also im Krankenhaus auf der Station angerufen und man teilte mir mit, man würde das besprechen und man würde sich melden.


Darauf hin kam der Rückruf und man sagte mir, sie können sich nicht vorstellen, dass das in Zusammenhang mit der OP stehen würde und ich solle mich doch an meinen Hausarzt wenden....


*tief seufz*


So, da ich aber den "Übergangshausarzt" wechseln wollte (sollte ich mal einen Allg. Mediziner benötigen - mein alter Hausarzt ist ja in Rente gegangen, der war wirklich gut), hab ich bei meiner "hoffentlich guten und zukünftigen" Hausärztin angerufen. "Oh je, das hört sich nicht gut an. Aber wir sind leider total überfüllt und ich könnte sie erst zum 01.04 neu aufnehmen! Bitte gehen sie doch nochmal heute zu ihrem bisherigen Arzt."


....


Das Ende vom Lied ist also nun, dass ich heute den Tag über noch die Füße beobachte und sollten sie die nacht über wieder so stark anschwellen, dann gehe ich morgen früh gleich zum "Übergangshausarzt" und schau mal was der so macht.


Bis dahin - abwarten und "viel" Tee trinken!